Die ersten Wochen sind vorbei und es war ein großer Erfolg. Alle Tage ausgebucht und wie schön, alle wiederzusehen. Auch neue Kunden aus Loenen und Umgebung fanden den Weg zu mir.
Letzte Woche wurde ich oft gefragt, was eigentlich der Unterschied zwischen einem Friseur und einem Barbier ist. Genug Gründe, um in meinem 2. Blog etwas tiefer darauf einzugehen.
Barbier ist eine Ableitung des Wortes Barba, was im Lateinischen Bart bedeutet. Ein Barbier ist auf Bärte und Schnurrbärte spezialisiert, während Friseure sich auf Haare konzentrieren und gerade nicht speziell auf Bärte/Schnurrbärte.
Aber es gibt noch mehr!
Von 1920 bis Mitte der 60er Jahre gingen Männer eigentlich immer zum Barbier oder Herrenfriseur für ihre Haare, ihren Bart oder eine Rasur. Als Anfang der 70er Jahre der Unisex-Friseur immer beliebter wurde, verschwanden die Barbiere allmählich aus dem Stadtbild. Mit Dauerwellen, Haarschnitten, aber auch dem Färben von Frauen konnte schließlich viel mehr verdient werden.
Barbiere schulten sich um, und sogar die Herrenausbildungen und Herrenfriseurequipments* verschwanden.
In den Friseursalons stand und steht der Mann nicht mehr im Mittelpunkt. Ganz unten auf der Preisliste finden sich die Preise für Männer, die Klatschmagazine fliegen einem um die Ohren, und in der Friseurausbildung wird das Kapitel Herrenhaarschnitte als Nebensache angesehen.
Zum Glück brachten die Jungs von Schorem eine Veränderung. 2011 entfachten sie die Barbierflamme neu, und jetzt, im Jahr 2021, gibt es rund 1200 Barbershops in den Niederlanden.
Das 6-fache im Vergleich zu 2010!
Kurzum: Beim Barbier steht der Mann wirklich im Mittelpunkt. Egal ob es um Bärte, Schnurrbärte oder deine Haare geht. Ein guter Barbier ist auf das Schneiden und Rasieren von Männern spezialisiert, und der Barbershop ist ein Ort, an dem du als Mann im Mittelpunkt stehst.
Übrigens sehe ich auch viele Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit Friseursalons!
Kommt ein Mann in den Stuhl, der gerne eine Farbe in seinen Haaren hätte, oder sucht die Freundin eines Stammkunden einen guten Friseur, dann kann der Barbier sie an den örtlichen Friseur verweisen und umgekehrt.
So helfen wir einander!
Ach ja, nicht zu vergessen:
Im Twenty-Three Barbershop bekommt man neben einer Tasse Kaffee auch einfach ein Bier. (Das fehlt in Friseursalons schon mal).
